Anfang Februar gab es wieder die Halbjahrzeugnisse. Ein aufregender Start in den Februar für Schüler und Schülerinnen, denn für viele von ihnen ist der Tag der Zeugnisübergabe mit Angst behaftet, da es von den Eltern Ärger geben kann, wenn die Leistungen schlechter sind, als erhofft.
Es gibt Studien, die besagen, dass es keine Noten geben sollte, da Noten viele Schüler und Schülerinnen stark unter Druck setzen und darunter auch die Leistung leiden kann. Im schlimmsten Fall kann es auch zu Depressionen führen. Mich hat das Thema interessiert, besonders wie es für uns als Schüler ist und welche Auswirkungen es auf die Beziehung zu den Eltern haben kann, wenn die Noten einmal nicht so sind, wie es die Eltern von uns erwarten. Aus diesem Grund habe ich eine Umfrage in der jahrgangstufe 5 bis 7 mit 16 Schülern und Schülerinnen durchgeführt, um unterschiedliche Meinungen zu diesem Thema zu erhalten.
Die Mehrheit der befragten Schüler und Schülerinnen war zufrieden mit ihren Zeugnissen. 4 Kinder jedoch nicht, bei ihnen waren die Noten eher schlechter.
Der überwiegende Teil der Eltern war, nach Aussage der Kinder, glücklich über die Zeugnisse, nur wenige Eltern haben nicht so reagiert haben, wie die Kinder es sich gewünscht haben und das ist natürlich dann für die ganze Familie eine Belastung, weil die Stimmung erst einmal sehr angespannt ist und es dauert, bis der Ärger verflogen ist. Von den 16 befragten Schülern und Schülerinnen hat aber eigentlich nur ein Kind wirklich Ärger wegen der schlechten Noten bekommen. So muss es jetzt jeden Tag Mathe üben, da die Eltern es so entschieden haben, damit die Noten in diesem Fach endlich besser werden. Aber es gibt auch schöne Auswirkungen, die die Zeugnisvergabe haben kann. So erhalten viele Kinder als Belohnung für ein gutes Zeugnis von ihren Großeltern Geld, andere von ihren Eltern auch Geschenke. Nur Wenige bekommen garnichts für gute Noten, da die Eltern es als Selbstverständlichkeit ansehen.
14 der 16 Schüler und Schülerinnen haben natürlich auch für das nächste Halbjahr Ziele vor Augen, wie zum Beispiel haben sie den Vorsatz, keine Vieren mehr auf dem Zeugnis zu haben, sich mehr zu melden und einen besseren Durchschnitt zu haben, sich also in allen Fächern zu verbessern. Zwei Schüler und Schülerinnen haben keine wirklichen Ziele für das neue Halbjahr, vielleicht aus dem Grund, weil ihre Noten auch jetzt schon sehr gut sind.
Mehrere Schüler und Schülerinnen haben sich unfair bewertet gefühlt. Eine Schülerin berichtete, dass sie ihre Note nicht fair fand, weil die Lehrerin bzw. der Lehrer ein halbes Jahr nicht da war und eine Hausaufgabe dann ihrer Meinung nach über ihre Zeugnisnote entschieden hat. Klar, dass es das natürlich auch immer wieder gibt, da Menschen auch immer Fehler machen können, aber auch natürlich die Meinung darüber, welche Leistungen welche Noten ergeben, immer auch Ansichtssache ist und von daher sehr unterschiedlich ausfallen kann.
Insgesamt hat diese Befragung gezeigt, dass die Eltern zum größten Teil so reagieren, dass die Kinder eigentlich keine Angst haben müssen, wenn die Noten auf dem Zeugnis einmal schlechter sind. Auch wenn dann Nachhilfe oder mehr Üben die Folge ist, können Schüler dies ja auch als Hilfe verstehen, auch wenn es zuerst einmal natürlich Zeit kostet. Erfreulicherweise zeigen auch die guten Vorsätze der Schüler und Schülerinnen, dass sie engagiert sind und sich auch wirklich verbessern möchten und ihnen schlechte Noten nicht einfach nur egal sind.
Dania Rashany/Blog-AG