SEK I

Schulinternes Curriculum FRANZÖSISCH

Eine wesentliche Aufgabe des Fremdsprachenunterrichts besteht darin, den Schülern und Schülerinnen nicht nur eine neue Sprache nahezubringen, sondern ihnen zu vermitteln, dass die Begegnung mit anderen Menschen und Kulturen eine wunderbare Bereicherung für das eigene Lebens darstellt und für unsere gemeinsame Aufgabe, an der Gestaltung der Welt mitzuwirken. Dafür ist das Erlernen fremder Sprachen wichtig.

„Das Leitziel einer interkulturellen Handlungsfähigkeit zielt auf den kompetenten Umgang mit der Lebenswirklichkeit, den gesellschaftlichen Strukturen und den kulturellen Zeugnissen französischsprachiger Länder. Der Französischunterricht sieht seine Aufgabe nicht zuletzt darin, die Schüler und Schülerinnen auf ein Leben in einem zusammenwachsenden Europa und einer zunehmend globalisierten Welt vorzubereiten. (…) Durch die Unterstützung bei der Entwicklung individueller Mehrsprachigkeitsprofile und die Ausbildung der interkulturellen Handlungsfähigkeit (…) trägt das Fach Französisch dazu bei, den Schülern und Schülerinnen eine vertiefte Allgemeinbildung und Hilfen zur persönlichen Entfaltung in sozialer Verantwortung zu geben und sie in einer Atmosphäre gegenseitiger Wertschätzung zu selbstständigen und fachkundigen Bürgerinnen und Bürgern zu erziehen.“ zitiert nach: Gymnasium N.N. (2005), Schulprogramm. Vollständiger Text unter www.gymnasium-N.N.de

 

1. Behördliche Grundlagen des schulinternen Curriculums

Die Gestaltung des Französisch-Unterrichts am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium Ratingen orientiert sich an folgenden Vorgaben:

 

Sekundarstufe I:

Kernlehrplan Französisch für das Gymnasium – Sekundarstufe I (G8) in NRW Hrsg.: Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes NRW, 20081, abrufbar unter: www.standardsicherung.schulministerium.nrw.de/lehrplaene/lehrplannavigator-s-i/gymnasium-g8

oder als Druckfassung: Kernlehrplan Französisch/verkürzter Bildungsgang Gymnasium Sek I, Ritterbach-Verlag, Frechen 2008

 

Sekundarstufe II:

Kernlehrplan für die Sekundarstufe II Gymnasium/Gesamtschule in NRW Hrsg.: Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes NRW, 20131, abrufbar unter: www.standardsicherung.schulministerium.nrw.de/lehrplaene/lehrplannavigator-s-ii/gymnasiale-oberstufe#endfassung

oder als Druckfassung: Kernlehrplan für die Sekundarstufe II Gymnasium/Gesamtschule in Nordrhein-Westfalen, Frechen 2013

 

Zentralabitur (seit 2007):

Vorgaben zu den unterrichtlichen Voraussetzungen für die schriftlichen Prüfungen im Abitur in der gymnasialen Oberstufe, für zwei bis drei Jahre im Voraus abrufbar unter: www.standardsicherung.schulministerium.nrw.de/abitur/abitur-gymnasiale-oberstufe

 

2. Qualitätsentwicklung und -sicherung

a) Aufgaben der Fachkonferenz

Die Fachkonferenz Französisch tagt i.d.R. zwei Mal pro Schuljahr, einmal davon unter Beteiligung der Eltern- und Schülervertreter.

Hierbei stehen u.a. diese Themen regelmäßig an:

- Überarbeitung der schulinternen Curricula

- Absprachen zum Austausch

- Fortbildungsplanung

- Neuanschaffungen

- Beratung zur Fremdsprachenwahl/‘Schnupperunterricht‘/Elternabend

- Förderkonzept/Sprachzertifikate (DELF)

- Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität des Fachs (Tagesfahrten, z.B. nach Liège und Bruxelles)

- Planung außerunterrichtlicher Aktivitäten (z.B. Cinéfête, Francemobil, Bibliobus usw.)

Die regelmäßige Ermittlung des Fortbildungsbedarfs innerhalb der Fachschaft Französisch sowie die Teilnahme der Kolleginnen an fachlichen und überfachlichen Fortbildungen trägt ebenso zur Qualitätsentwicklung des Französischunterrichts bei wie die kontinuierliche Arbeit am schulinternen Curriculum. Hierzu gehört auch, regelmäßig Absprachen zur generellen Unterrichtsgestaltung und seiner Evaluation zu treffen, zu überarbeiten und / oder zu erneuern

Zu Beginn eines Schuljahres stimmen sich die unterrichtenden Lehrerinnen zudem über aktuelle Möglichkeiten der Zusammenarbeit innerhalb eines Jahrgangs ab und verabreden gemeinsame Unterrichtsvorhaben und Projekte (gemeinsame Leistungsüberprüfungen, Unterrichtsreihen, Präsentationen, Wahl der Lektüre, Fahrten usw.)

 

b) Kooperation in der Fachschaft zur Gewährleistung einheitlicher Standards:

Zur Gewährleistung der entsprechenden Leistungsanforderungen und Standards innerhalb der Schule finden permanent Absprachen zwischen den das Fach unterrichtenden Kolleginnen und Kollegen statt. In diesem Rahmen erfolgt zudem regelmäßig ein Austausch und Abgleich von Klausuraufgaben sowie eine Besprechung der zugrunde liegenden Bewertungskriterien, um ein einheitliches Anforderungsprofil zu garantieren.

 

c) Zusammenarbeit mit anderen Fachgruppen (fächerübergreifende Unterrichtsvorhaben und Projekte)

In allen Jahrgangsstufen besteht die Möglichkeit, bestimmte Unterrichtsvorhaben fächerübergreifend zu unterrichten. Hier bietet sich im Fach Französisch Folgendes besonders an:

Bereich Kunst/Musik/Literatur, z.B. französische Chansons, Literaturverfilmungen, Vertonungen literarischer Stoffe usw.

Bereich Gesellschaftswissenschaften (Politik, Geschichte u. Geographie), z.B. weltgeschichtlich bedeutende Epochen der frz. Geschichte (Frz. Revolution, deutsch-französische Beziehungen seit 1870 über die Okkupation bis heute), Fragen der Entwicklungshilfe vor dem Hintergrund des Kolonialismus beider Länder, Raumanalysen (außer-) europäischer frankophoner Länder, Probleme der Immigration u. Integration in Frankreich und Deutschland usw.

Bereich Religion/Philosophie und Pädagogik, z.B. die philosophischen Grundlagen in den Werken von Camus oder Sartre, Voltaire usw.

 

3. Sekundarstufe I

a)    Anforderungen an den Französischunterricht

Das vorliegende Schulcurriculum Französisch Sekundarstufe I trägt den Anforderungen des Kernlehrplans G8 (im folgenden KLP) Rechnung.

Folgende Fertigkeiten und Kompetenzen werden vermittelt:

Kommunikative Fertigkeiten

  • Hör- und Hör-/Sehverstehen (Rezeption)
  • Sprechen (Interaktion und Produktion)
  • Leseverstehen (Rezeption)
  • Schreiben (Interaktion und Produktion)
  • Sprachmittlung (Interaktion)

Verfügung über die sprachlichen Mittel

  • Wortschatz
  • Grammatik
  • Aussprache und Intonation
  • Rechtschreibung

Methodische Kompetenzen

  • Sprachlernen -
  • Umgang mit Texten und anderen Medien

Interkulturelle Kompetenzen

  • soziokulturelles Orientierungswissen
  • Umgang mit kulturellen Differenzen

 

Im Verlauf der SI sollen die angestrebten Kompetenzen systematisch entwickelt werden – hierbei liegt der Schwerpunkt auf der Anwendung. Dies bedeutet, dass der Unterricht von Beginn an im Sinne einer „aufgeklärten Einsprachigkeit“3 in der Zielsprache stattfinden soll.

 

b)   Unterrichtsverteilung, Wahlmöglichkeiten, individuelle Förderung und Austausch

An unserer Schule kann Französisch ab Klasse 6  erlernt werden. In der Oberstufe wird es dann als fortgeführte Fremdsprache bis zum Abitur unterrichtet.

In den Jahrgangsstufen 6 und 7 wird Französisch vierstündig, in 8 und 9 dreistündig erteilt.  Hinzu kommt in den Jahrgangsstufen 6 und 7 eine Wochestunde als integrierte Lernzeit im Rahmen des Ganztags an unserer Schule.

In den letzten Jahren hat sich das Wahlverhalten der Schüler und Schülerinnen relativ konstant gezeigt, so dass in der Regel in Klasse 6 zwei Französischkurse mit ca. 20 – 25 Schülerinnen und Schülern eingerichtet werden konnten.

Das DBG bietet außerdem die Möglichkeit zum Erwerb des DELF-Diploms (Diplôme d’Études de la Langue Française) ab dem Niveau A2 an. In Form einer Arbeitsgemeinschaft, die sich vor allem an die neunten und zehnten Klassen richtet, wird die Anwendung der französischen Sprache in den unterschiedlichsten Situationen aus der alltäglichen Lebenswelt der Jugendlichen trainiert, mit Schwerpunkt auf der mündlichen Ausdrucksfähigkeit und dem Hörverstehen. Bei der schriftlichen DELF-Prüfung (intern abzulegen) werden Kenntnisse im Bereich Textverständnis und -produktion sowie Hörverstehen abgefragt, bei der mündlichen Prüfung (extern abzulegen) wird - neben einem zusammenhängenden Vortrag zu einem bestimmten Thema - ein Rollenspiel mit dem Prüfer verlangt.

Für den jährlich stattfindenden Austausch mit einer französischen Schule, dem Lycée St. Michel in Château-Gontier (Mayenne) können sich Schülerinnen und Schüler mit Französisch als 2. Fremdsprache der Jahrgangsstufe 9 bewerben. Nach dem einwöchigen Besuch der Jugendlichen aus Frankreich meist im Dezember erfolgt im darauffolgenden Frühsommer der Gegenbesuch. Der Austausch ist obligatorisch projektgebunden, so dass er vom OFAJ/DJFW5 finanziell unterstützt werden kann.

 

c)    Lehrwerke und Unterrichtsmaterialien

Seit dem Schuljahr 2015/16 basiert der Unterricht auf:

Découvertes série jaune (Klett), Französisch 2. Fremdsprache ab Klasse 6

Diese Neubearbeitung ersetzt sukzessive Découvertes série bleue (Klett), mit dem noch in den jetzigen JS 7 bis 9 gearbeitet wird.

Die Begleitmaterialien der Schülerbände (CDs/MP3/CD-Rom/DVD, Folien) sowie das Cahier d’activités und das grammatische Beiheft ermöglichen einen abwechslungsreichen, didaktisch und methodisch differenzierten Unterricht. Ergänzend hinzukommen authentische und von der Lehrkraft erstellte Materialien (aktuelle Chansons, (filmische) Dokumente zur Landeskunde, zusätzliche Übungsaufgaben u.v.m.), die jeweils zugeschnitten auf die Lerngruppe unter Einbeziehung aktueller Ereignisse eingesetzt werden.

In den folgenden Übersichtstabellen finden sich, nach Jahrgängen aufgeschlüsselt, die zu erreichenden sprachlichen und methodischen Kompetenzen sowie die Aufgabentypen zur Kontrolle des Lernerfolgs: