2018

WIR FEIERN JUBILÄUM

Liebe Leserinnen und Leser,           

mit dem begonnenen Schuljahr feiert das DBG sein vierzigjähriges Bestehen.

Das Schuljahr 1978/79 begann an der neu gegründeten Dietrich-Bonhoeffer-Schule für 150 Lernende, von denen 67 im Jahre 1987 ihr Abitur absolvierten. Im soeben begonnenen Schuljahr 2018/19 kümmern sich 57 Lehrkräfte und  pädagogische MitarbeiterInnen unseres Kooperationspartners „Interaktiv“ um 611 Schülerinnen und Schüler! Hiervon konnten wir in der vergangenen Woche 81 Fünftklässler begrüßen, die unter der umsichtigen Betreuung von Frau Pazen, Frau Wolter und Herrn Hinkel ihre ersten Jahre am DBG erfolgreich durchlaufen werden. In der aktuellen Q2 wappnen sich  für ihr Abitur im Frühjahr 2019 insgesamt 82 Schülerinnen und Schüler; damit die Zeit bis dahin nicht zu anstrengend verläuft, begeben sich alle in der Woche vor den Herbstferien auf eine hoffentlich unvergessliche Studienfahrt!

An unser  vierzigjähriges Bestehen wird  verteilt über das gesamte Schuljahr in verschiedenen Aktionen und Unterrichtsprojekten erinnert – im April 2019 ist eine kleine Feierstunde im offiziellen Rahmen geplant, die von möglichst vielen Schülerbeiträgen beflügelt werden soll.

n den zurückliegenden vierzig Schuljahren hat sich der Unterrichtsalltag am DBG auf vielen Ebenen weiterentwickelt, von denen ich hier nur einige herausheben möchte (ohne Vollständigkeit zu beanspruchen):

Unter der Leitung von Herrn Oberstudiendirektor Dieter Koch (1978-1994) etablierte sich die reformierte Oberstufe, seit Schuljahr 1989/90 in effektiver Kooperation mit dem Lintorfer Kopernikus-Gymnasium. Als regelmäßige außerunterrichtliche Aktivitäten, die das Schulprofil seit ihrer Begründung nachhaltig prägen, seien nur der Austausch mit dem französischen Lycée St.Michel in Chateau-Gontier (erstmals 1982) und die Auftritte der Kabarett-AG „ Die Westhäkchen“ (Debüt am  04. Januar 1992) genannt; die „Westhäkchen“ wurden übrigens zum 07.11.2018 ins hessische Melsungen eingeladen, um den renommierten Kabarettpreis „scharfe Barte“ zu erlangen!

Herr Oberstudiendirektor Ernst Klein (1994-2011) wachte über das DBG in einer Phase der Umstellung zum gebundenen Ganztag. Nach intensiven Gesprächen auf allen Ebenen schulischer Mitwirkung gelang ihm der Schulterschluss zwischen Bezirksregierung und städtischer Trägerin: Das DBG ist seit Schuljahr 2009/10 Ganztagsschule. Daran geknüpft war nicht nur die bauliche Erweiterung des Gebäudes (angefangen bei den Fenstern über die naturwissenschaftlichen Fachräume und einen großen Veranstaltungssaal bis zur Cafeteria), sondern auch die curriculare sowie organisatorische Umgestaltung des Schulbetriebs. Das gesamte Modell musste außerdem an die Struktur der ab Schuljahr 2005/06 gültigen achtjährigen Gymnasiallaufbahn angepasst werden – eine Herkulesaufgabe, die alle Verantwortlichen in bewährter Zusammenarbeit bewältigt haben.

Seit Amtsübernahme im August 2011 obliegt es meiner Verantwortung, einerseits Bewährtes zu erhalten und -falls erforderlich- zu erneuern, andererseits die Schule vor dem Hintergrund mitunter rasanter gesellschaftlicher und politischer Veränderungen so zu positionieren, dass die Bedürfnisse unserer Schülerschaft im Zentrum der pädagogischen Arbeit bleiben. Denn nur auf diesem Wege lässt sich ein gutes Leistungsniveau stabil halten, das dem jährlichen Durchschnittswert aller Landesgymnasien entspricht und in einigen Fächern, z.B. Deutsch und Mathematik, sogar übersteigt!

Zum Spektrum des gegenwärtigen Unterrichtsalltags gehört seit drei Jahren auch die Integration von Kindern, die mit ihren Familien aus Kriegsgebieten nach Ratingen gekommen sind. Der intensiven Arbeit eines Teams aus regulären Lehrkräften, Assistenzlehrern und ehrenamtlichen Paten ist es zu verdanken, dass sich die älteren dieser Kinder mittlerweile am Berufskolleg auf einen Schulabschluss vorbereiten oder im Falle von zwölf weiteren erfolgreich in hauseigenen Regelklassen mitarbeiten!

Der Tatsache, dass die Schülerinnen und Schüler an langen Tagen bis 15:45 Uhr möglichst konzentriert dem Unterricht folgen müssen, entwuchsen die Erfordernis einer angemessenen Übermittagsbetreuung, die entspannende sowie bewegungsreiche Angebote vorhält,  und schließlich der Anspruch einer nachhaltigen Orientierung an gesunder Schulalltagsgestaltung. Elternpflegschaft, Kollegium und Schülerselbstverwaltung verstehen das DBG als „gesunde Schule“ und setzen mithilfe großzügiger Unterstützung des Fördervereins  wichtige Impulse für den Schulbetrieb.

Während das Schulgebäude in meiner Amtszeit bereits große Erweiterungen (Cafeteria, Pädagogisches Zentrum) erfahren hat, steht die Stadt Ratingen bzgl. Lehrerzimmers und Fachräumen weiter in der Pflicht. Mittlerweile denkt die Stadt angesichts wachsender Schülerzahlen am Schulzentrum Ratingen-West über einen gewaltigen Neubau nach, der die sanierungsbedürftigen Turnhallen, neue Fach- und Klassenräume sowie die seit 2010 (!) geplante Erweiterung des Lehrerzimmers umfasst. Der Beginn der Abriss- und Neubauphase wird gravierende Veränderungen für den Schulalltag bedeuten, die uns alle  -Lehrende wie Lernende -  vor absehbare Herausforderungen stellen dürften!

Mit Rückkehr des DBG zur neunjährigen Schulzeit am Gymnasium wird es verbindliche Stundentafeln und Lehrpläne geben, die spätestens 2019 vorliegen und sukzessive umgesetzt werden. Diese Umstellung wird einhergehen mit einer gleichzeitigen Differenzierung bzw. Neugestaltung unseres Ganztagskonzepts  – natürlich unter bewährter Beteiligung aller Schulgremien, denen genügend Zeit für eine ausführliche Diskussion gegeben ist.

Auf der Agenda stehen außerdem die Digitalisierung des Unterrichts und die Verpflichtung zur beruflichen Orientierung unserer Schülerinnen und Schüler. Beides ist abhängig von Voraussetzungen, die seitens der Landesregierung und der Kommune geschaffen und zur Verfügung gestellt werden müssen. Ohne die Ausstattung  mit genügend Ressourcen auf finanzieller und personeller Ebene wird jedes aufrechte Bemühen in diesen Bereichen zum wirkungslosen Aktionismus verblassen, der sich negativ auf die Kontinuität des Regelunterrichts auswirkt und garantiert seinen Niederschlag in der für dieses Schuljahr wöchentlich durchzuführenden „Erhebung des erteilten und des ausgefallenen Unterrichts“  findet .

Keine noch so aussagekräftige Statistik jedoch vermag die Hauptquelle schulischer Leistungsfähigkeit   zu erfassen: Die Motivation, die Lernende und Lehrende mehrmals täglich aufzubringen haben. Ich möchte deshalb die DBG-Schulgemeinschaft vor allem dazu ermuntern, unser Schulprofil weiter zu schärfen: durch die stete Bereitschaft  - zur Leistung im Unterricht,  - zur konstruktiven Mitarbeit in den Gremien, - zum tatkräftigen Engagement in Projekten.  Hierunter zählen auch unsere Beiträge zur internationalen Verständigung auf sozusagen höherer Ebene: Die Unterstützung des „Freundeskreises Nepal e.V.“ , der mit den per Charity-Walk erlaufenen Geldspenden den Wiederaufbau der „Motherland School“ in Naikap finanzieren kann, und der vor drei Jahren gestartete, mittlerweile äußerst intensive Austausch mit der Highschool in Vermillion, South-Dakota (der Partnerstadt Ratingens).

Nach vierzig erfolgreichen Schuljahren können wir durchaus stolz auf errungene Lorbeeren blicken, nicht aber die Hände in den Schoß legen – wir wollen in gemeinsamem Bestreben schlicht unseren Auftrag erfüllen: Erziehung auf der Basis christlich-demokratischer Werte und Bildung zu eigenverantwortlichem Handeln, das selbstverständlich auch eine kritische Mündigkeit einschließt.  Unserem Namensgeber Dietrich Bonhoeffer würde das gefallen.

 

Uwe Florin, Schulleiter

AKTUELLES ZUM SCHULJAHRESENDE

 
 

Mit dem Ende dieses Schuljahres verabschieden sich 73 Abiturientinnen und Abiturienten, die ihre Prüfungen erfolgreich abgelegt haben, und werden nun ihren Horizont fern von der Schule erweitern, und zwar in Form von Reisen, Berufsausbildung oder Studium. Gutes Gelingen sei allen gegönnt!

Abschied nehmen muss die Schulgemeinschaft auch von einigen Kolleginnen und Kollegen, die nach langjähriger Tätigkeit am DBG den Ruhestand antreten oder neue Aufgaben an anderen Schulen übernehmen. Während Herr Kljajic und Herr Schneider uns in Richtung Niederrhein und Köln verlassen, genießen Frau Frese-Radeck, Frau Rachow und Frau Viegener künftig eine hoffentlich lange Zeit ohne die lieb gewonnenen schulischen Pflichten – allen sei eine glückliche und erfolgreiche Zukunft ohne Beschwernisse und ohne Langeweile beschieden.

Was Abschied für den einen ist, kann für den anderen ein Neubeginn sein, so auch am DBG: Mit Beginn des neuen Schuljahres werden sechs Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter ihren selbständigen Unterricht wahrnehmen: Herr Karsten Braunstein (Deutsch/Sowi), Herr Marius Graf (Deutsch/Geschichte), Herr Stefan Henel (Bio/Chemie), Frau Daniela Langolf (Englisch/Philosophie), Herr Marcel Morbe (Geschichte/kath. Religion) und Frau Ontañón Llorente (Englisch/Spanisch) werden auf mindestens gut motivierte Schülerinnen und Schüler treffen, die ihnen ein reibungsloses und erfolgreiches Referendariat ermöglichen. Genau so ist es geschehen im Falle von Frau Grünig und Herrn Leidinger, die ab August 2018 zu den regulären Lehrkräften des DBG gehören werden – herzlich willkommen!

Bis zum Wiederbeginn des Unterrichts am 29. August 2018 wünsche ich allen Lehrkräften und Schülern schöne Ferien, den Eltern – sofern geplant – einen erholsamen Urlaub!

U. Florin

AKTUELLES ZUM HALBJAHRESWECHSEL

Liebe Leserinnen und Leser,

das neue Halbjahr startet mit einigen Veränderungen und mitteilungswerten Neuigkeiten:

Persönliches:

1.  Am 31. Januar musste sich die Schulgemeinschaft von zwei Personen verabschieden: Frau Diana Schleich, unsere beliebte Schulsekretärin, hat andere Tätigkeiten innerhalb der städtischen Verwaltung aufgenommen und sich mit einem weinenden, aber auch einem lachenden Auge von uns verabschiedet. Für über zehn Jahre Dienst im und am DBG danken wir ihr herzlich!

Mittlerweile hat die neue Sekretärin, Frau Margit Leibelt, die Arbeit aufgenommen und freut sich auf freundliche Schülerinnen und Schüler, Eltern, Kolleginnen und Kollegen.

Regelrecht „gerockt“ wurden neben Vertretern von Stadtverwaltung, Nachbarschulen und Schulpflegschaft ehemalige und derzeitige Kollegen auch der Bürgermeister, als sich HerrRalph Basten mit E-Gitarre und den dazu gesungenen Worten „Es geht mir gut“ in den Ruhestand verabschiedete. Nach über 40 Jahren Tätigkeit als Mathematiklehrer, Mitarbeiter der Bezirksregierung und zuletzt elf Jahren als stellvertretender Schulleiter widmet sich Herr Basten nun als Pensionär neuen Aufgaben und Dingen, die er bisher vernachlässigen musste. Ihm sei ein langer und abwechslungsreicher Ruhestand beschert, den er gesund und in bleibender Erinnerung an seine dankbaren Schüler und Kollegen verbringen kann!

Als Nachfolgerin steht Frau Blum-Campa bereit und freut sich auf eine ebenso intensive wie spannende Aufgabe. Ihr sei eine ruhige, falls nötig, auch starke Hand vergönnt.

2.  Für unsere Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter hat die Prüfungsphase innerhalb ihrer Ausbildung begonnen. Aus diesem Grunde waren einige personelle Veränderungen in vielen Klassen und Kursen erforderlich.

Für die bevorstehenden Staatsprüfungen wünschen wir Herrn von Fürstenberg, Frau Grünig, Frau Hildesheim, Frau Kasek, Herrn Kljajic, Herrn Leidinger, Frau Reidick, Frau Stelter und Frau Wille den erhofften Erfolg!