2017 Presse

Methodentage 2017

21. November 2017 | 00.00 Uhr

Trainingslager für Schüler und Lehrer

Mit Methode funktioniert Lernen besser
Trainingslager für Schüler und Lehrer: Mit Methode funktioniert Lernen besser
 

Die Sechstklässler übten Konfliktvermeidung und Selbstverteidigung.FOTO: Achim Blazy

Ratingen West. Am Bonhoeffer-Gymnasium gibt es dazu eine Art Trainingslager für Schüler und Lehrer. Es dauert drei Tage. 
 
Das Konzept klingt ganz einfach: Schüler lernen an den sogenannten Methodentagen, wie sie ihr Lernen und Arbeiten sowie Situationen des täglichen Lebens geschickter organisieren und strukturieren können. "Seit zehn Jahren machen wir das für alle Jahrgangsstufen. Struktur und Inhalte haben Lehrer, Schüler und Eltern zusammen entwickelt. Jeder Schüler erarbeitet an drei Tagen drei Themen, so dass am Ende der Schulzeit jeder Schüler alle Module der jeweiligen Jahrgänge durchlaufen hat", erklärt Lehrerin Nelie Pannes.

Sie organisiert seit etwa fünf Jahren gemeinsam mit einem Team diese speziellen Schultage. Das Spektrum der Themen ist breitgefächert und baut aufeinander auf. Sie sind nicht starr festgelegt, sondern können aufgrund von Erfahrungen im kommenden Jahr angepasst werden.

Bei den Fünftklässlern steht das Thema Lesen im Vordergrund sowie die gesunde Ernährung und Bewegung. Die "Sechser" befassen sich primär mit dem Laborführerschein, um im künftigen Chemieunterricht besser gewappnet zu sein und dem Thema Gefahren im Internet. Außerdem wurde für sie in diesem Jahr zusätzlich das Thema Konfliktbewältigung und Selbstverteidigung aufgenommen.

In der Mittelstufe standen beispielsweise Gedächtnistraining und Kreativitätstechniken, um den "grauen Zellen" und der Fantasie auf die Sprünge zu helfen, die Gestaltung von Referaten und Plakaten sowie die Suchtprävention auf dem Programm. Bei den Oberstufenschülern ging es hauptsächlich um die Vorbereitung ihrer Facharbeiten auf dem Weg zum Abitur sowie um nützliche Informationen zu den einzelnen Studiengängen und der Berufsausbildung.

Bei den meisten Schülern kommen die Methodentage gut an. "Ich bekomme viele positive Rückmeldungen. Gut 95 Prozent unserer Schüler gefallen sie", berichtet Pannes.

Die zehnjährige Marie-Minu ist zum ersten Mal bei den Methodentagen dabei. Bei ihr stand Gruppenarbeit auf dem Stundenplan. Es wurden zunächst die Regeln für das gemeinsame Arbeiten besprochen, dann ging es daran, in der Gruppe einen Text über den Nikolaus zu bearbeiten. "Ich finde die Methodentage echt toll. Das ist so ganz anders als normaler Unterricht. Man kann viel mehr miteinander reden und auch mal herumlaufen. Und es gibt so viel Neues auszuprobieren. Ob es wirklich was bringt, werde ich dann sehen, wenn ich die Sachen in echt ausprobiere", urteilt sie.

Schulkameradin Juli besucht die neunte Klasse und ist bereits ein "alter Hase", was die Methodentage betrifft. Sie erstellte mit Klassenkameraden Plakate zum Thema Aids und HIV-Infektionen. "Ich finde es gut, dass die einzelnen Module altersgerecht aufgebaut sind. Was für Fünftklässler interessant ist, ist für uns eher langweilig. Jedes Jahr kommen neue Themen hinzu, die man bisher so noch nicht behandelt hat", erklärt Pannes.

Ihr Fazit: "Bei den Methodentagen können neue Erkenntnisse gewonnen aber auch vorhandenes Wissen vertieft werden. Im regulären Unterricht bleibt nicht immer genügend Zeit dafür. Auch wenn die drei Tage sicher nicht vollständig ausreichen, bekommen die Schüler viele Tipps und Tricks vermittelt, auf die sie dann im Bedarfsfall zurückgreifen können.

Quelle: RP, Monika von Kürten

Fairtrade am DBG

FOCUS-ONLINE-Bericht

Stadt Ratingen

Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium will Fairtrade-School werden

Donnerstag, 28.09.2017, 14:47
Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium will Fairtrade-School werden
Stadt Ratingen Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium will Fairtrade-School werden
Während der bundesweiten Kampagne "Faire Woche" fand auch in Ratingen ein Highlight statt, das den fairen Handel in die Öffentlichkeit rückt: Das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium startete mit einer großen Auftaktveranstaltung ihre Bewerbung als Fairtrade-School.

Nachhaltigkeit und fairer Handel waren die zentralen Themen des pädagogischen Tages, an dem der Schulleiter Uwe Florin der gesamten Schülerschaft ermöglichte, Fairtrade-Produkte zu testen und zu lernen, was hinter der Idee des fairen Handels steckt.

Lena Steinhäuser, Projektkoordinatorin für Kommunale Entwicklungspolitik der Stadt Ratingen, freut sich über das Engagement der Schule. "Es ist toll zu erleben, mit welchem Elan und Interesse das Projekt am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium gemeinsam von Schülerschaft und Lehrerkollegium angegangen wird." Ebenso wie bei der Bewerbung der Stadt Ratingen als Fairtrade-Town müssen auch Schulen vielfältige Kriterien erfüllen, wenn sie sich Fairtrade-School nennen möchten. Unter anderem werden Fairtrade-Produkte in der Schulcaféteria angeboten und das Thema fairer Handel in den Unterricht integriert. "Ich habe mich gefreut zu sehen, dass das DBG auf einem richtig guten Weg in Richtung Fairtrade-School ist", sagt Lucia Reinartz, die sich seit Jahren beim Eine Welt Ausschuss der Heilig Geist Gemeinde für den Fairen Handel in Ratingen stark macht.

Seitdem sich die Schülerschaft im vergangenen Schuljahr zum Ziel gesetzt hat, das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium zur Fairtrade-School zu machen, ist bereits einiges passiert. Martin Leidinger koordiniert das Projekt an der Ratinger Schule: "Wir arbeiten gemeinsam daran, alle Kriterien zu erfüllen, um das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium zur Fairtrade-School zu machen." Seit einem halben Jahr trifft sich die Fairtrade-Schulgruppe, bestehend aus mehreren Schülern, zwei Eltern und zwei Lehrern regelmäßig.

Büro des Bürgermeisters

Stadt Ratingen

Bildzeile: Das Fairtrade-Schülerteam des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums freut sich mit Schulleiter Uwe Florin (3. von links), Lucia Reinartz, Lena Steinhäuser und Martin Leidinger (hintere Reihe von rechts) über einen gelungenen Fairtrade-Tag. (Foto: DBG / Abdruck honorarfrei)

FOCUS NWMI-OFF/Stadt Ratingen

RP-BERICHT 3. OKTOBER 2017

Im Klub der starken Kinder

 
 
17. Juni 2017 | 00.00 Uhr
 
Lindenschule gehört zum Klub der starken Kinder
 
Wülfrath. Die AOK zeichnete vier vorbildliche Projekte aus. Von Dirk Neubauer

Falsche Ernährung, Stress und Bewegungsmangel - darunter leiden bereits Kinder. Mit der Aktion "Starke Kids" versucht die Allgemeine Ortskrankenkasse, AOK, seit sieben Jahren, dagegen zu kämpfen. Gesundheit? Ja bitte: Im Neanderthal Museum wurden jetzt die diesjährigen Gewinner ausgezeichnet und nahmen neben Ruhm und Ehre auch 6000 Euro an Preisgeldern mit. Die Jury hatte salomonisch entschieden: Es gab einen ersten und drei zweite Plätze.

Den ersten Platz belegte die Stiftung Lichtblick aus Velbert mit ihrem Projekt Haus Seeblick. Dieses Haus direkt am Essener Baldeneysee ist der gemauerte Beweis dafür, dass Klassenfahrten nicht teuer sein müssen; und trotzdem eine Menge Spaß machen können. Beim Rudern, Stand-up-Paddeling und Klettern vergessen Schülerinnen und Schüler ganz rasch vermeintliche Prestige-Ziele. Die 3000 Euro Preisgeld sollen in ein Drachenboot investiert werden, in dem Gruppen unter wüstem Trommeln den Baldeneysee erobern können.

Die drei zweiten Plätze bekamen jeweils 1000 Euro für ihre Projekte. Das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in Ratingen galt der Jury als kreisweites Vorbild in der Gesundheits-Aufklärung. Dazu haben Schüler, Lehrer und Eltern zusammengearbeitet. Gemeinsam schufen sie den "Health-Care-Day", einem Tag mit 45 Gesundheitsprojekten. Sieben davon wurden allein durch Schüler gestaltet. Aus der großen Liste durfte sich jede Schülerin und jeder Schüler drei Favoriten heraussuchen. Unter den Angeboten war der Tanz nach Vorbild großer Stars oder auch Flag-Football, eine gemäßigte Version des US-amerikanischen Originals. Mit dem Preisgeld werden die Ratinger ihren schuleigenen Entspannungsraum aufmöbeln.

Von der Wülfrather Lindenschule war Schulleiterin Ulrike Weber mit einer Abordnung von Kids in Lauf-T-Shirts gekommen. Dort sind Schüler, Lehrer und Eltern gleichermaßen begeistert fürs Laufen. Montags, mittwochs und donnerstags treffen sich einige von ihnen vor dem Unterricht zu einer ersten Runde durch die Stadt.

Und in diesem Jahr wird die Lindenschule zum sechsten Mal den Wülfrather Schülerlauf organisieren. In den zurückliegenden Jahren kamen jeweils mehr als 160 Teilnehmer.

Unter dem Titel "Wir sprechen giraffisch" steht der dritte zweite Platz, den die von der Arbeiterwohlfahrt geführte Kindertagesstätte Casa Fantasia (Velbert) bekam. Dabei lernen bereits Vorschulkinder, wie verletzend unbedacht eingesetzte Sprache sein kann.

Quelle: RP
 
 

Austauschschüler fliegen nach Vermillion

 
 

Ratingen. Zwölf Schüler des DBG besuchen für zwei Wochen Ratingens amerikanische Partnerstadt.

Es ist 7 Uhr und die Schüler, die am zweiwöchigen Austauschprogramm des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums teilnehmen, warten mit ihren Lehrern in der Abflughalle des Düsseldorfer Flughafens auf den Check-In.

Es herrscht eine aufgeregt erwartungsvolle Atmosphäre: Endlich ist es soweit, Amerika ist schon ganz nah, darauf haben sich alle seit Wochen gefreut, ein Traum geht in Erfüllung. Doch neben diesen positiven Erwartungen schwingen in diesem Jahr auch Sorgen und Befürchtungen beim Besuch in den USA mit: Wie wird es sein, in dieses Land zu reisen, dessen neuer Präsident mit seiner "America first"-Ideologie langjährige Partnerschaften aus Politik, Wirtschaft und Kultur auf den Prüfstand stellt?

Mehr als 16 Stunden Flug standen vor der Reisegruppe, bis sie endlich im Bundesstaat South Dakota landeten und sich zur letzten Etappe auf die einstündige Autofahrt nach Vermillion aufmachten. Dort lernten sie dann ihre amerikanischen Gastfamilien kennen, mit denen sie schon im Vorfeld über Skype einen persönlichen Kontakt aufgebaut hatten. Daher wussten einige Schüler auch, dass viele Bewohner von Ratingens Partnerstadt der Politik ihres Präsidenten Trump mit derselben Skepsis begegnen.

Marie Mengeler etwa hatte mit ihrer amerikanischen Familie noch gar nicht über Politik gesprochen. Sie hoffte nur, dass sie dort keine Trump-Anhänger vorfindet. "Ich freue mich besonders auf meine Gastfamilie und auf die andere Kultur. Für mich geht mit dieser Reise ein Traum in Erfüllung und wirklich Angst habe ich eigentlich nur vor Schlangen!" Lea Leithe machte sich da schon andere Sorgen, da Trump die Gesetze zur Einreise verschärft hat. "Es könnte Komplikationen bei der Passkontrolle geben, auch wenn ich nicht zur Personengruppe gehöre, die Schwierigkeiten befürchten muss." Jana Kunkel, die die russische Staatsangehörigkeit besitzt, hatte konkretere Befürchtungen: "Ich frage mich, wie die Amerikaner auf mich reagieren werden. Ich hoffe nicht, dass ich bei der Einreise Schwierigkeiten habe." Aber auch sie freute sich riesig, die Chance zur Teilnahme an dieser Reise erhalten zu haben, bei der z. B. auch Ausflüge zum Mount Rushmore National Monument und zu Indianerreservaten zum Programm gehören.

Thalina Glück beschriebt ihre Gefühlslage so: "Ich hoffe, dass in den zwei Wochen, in denen wir dort sind, nichts Gravierendes passiert. Twitter-Nachrichten steuern ja nicht die Politik. Ich denke, der Terror ist eine weitaus größere Gefahr, aber davon wollen wir uns nicht einschüchtern lassen."

Joni Blume wusste nicht, wie sie reagieren wird, wenn ihr ein Amerikaner erzählt, wie toll er Trump findet. Sie ist aber davon überzeugt, dass hinter Grenzbeamten, die das Handy durchsuchen, einer Visums-Website, auf der zu lesen ist, dass man den Datenschutz vergessen kann, und einer US-Regierung, die einem Ängste bereitet, ein Land voller ganz normaler Menschen steht: "Trump möchte Amerika isolieren - dieser Austausch bezweckt das Gegenteil."

RP 25.04.2017

 
 

Die Westhäkchen feiern Premiere ihres neuen Kabarett-Programms „XY“

 
 
 
Mit Gruppengefühl gegen Lampenfieber
 

Ratingen-West. „Ich glaube, wir haben eine gute Mischung zusammengestellt, die viele Menschen ansprechen wird: es gibt politische Themen, die zum Nachdenken anregen, und Sketche, die einfach nur lustig sind.“ Wenn die Schülerin Katharina Meschig über das neue Programm der Westhäkchen spricht, ist sie nicht ganz objektiv, denn sie zählt selbst zum Ensemble. Trotzdem sollte man auf ihre Worten vertrauen, denn die Kabarettgruppe des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums hat – trotz naturgemäß wechselnder Besetzungen – ihr Publikum immer gut unterhalten. Das ist nicht zuletzt ihrem engagierten Regisseur Heiner van Schwamen zu verdanken. Das neue Programm trägt den Titel „XY“ und hat am 15. März im Freizeithaus West Premiere. 

Katharina Meschig besuchte unsere Redaktion gemeinsam mit einem weiteren Ensemblemitglied, nämlich Alexander Seidel, der auch als Sänger und Songschreiber in unserer Stadt bekannt ist. Er wirkt bereits zum vierten Mal an einem Westhäkchen-Programm mit, während Katharina Meschig zum zweiten Mal dabei ist. Zum aktuellen, zehnköpfigen Ensemble gehören aber auch vier Debütanten. 

Seit Beginn des Schuljahres 2016/2017 wird am Programm gearbeitet. „Wir tragen zunächst einmal Themen zusammen, die wir für interessant halten“, berichtete Alexander Seidl. Politische Tendenzen, für die die Namen Putin und Erdogan stehen, die virtuelle Realität, überhaupt die immer weiter fortschreitende Technisierung – mit diesen und vielen weiteren Themen beschäftigen sich die Westhäkchen im neuen Programm. Aber auch die Tücken des Schulalltags werden aufs Korn genommen – „zum Beispiel, dass nie ein Hausmeister da ist, wenn man einen braucht“, merkte Alexander Seidl schmunzelnd an. 

An den einzelnen Sketchen arbeiten die Häkchen meistens mit der ganzen Gruppe. Und da muss der eine oder andere auch damit leben lernen, dass mal eine seiner Ideen verworfen wird. Es wird demokratisch entschieden und auch Heiner van Schwamen lässt die Schüler meist gewähren. „Er ist aber sehr wichtig für uns. Wir können uns mit allen Fragen an ihn wenden“, lobte Katharina Meschig. Der Lehrer am DBG hat ja auch reichlich Erfahrung, er hat die Westhäkchen gegründet und schon viele „Schüler-Kabarett-Generationen“ kommen und gehen gesehen. 

Und noch in einem zweiten Punkt können die Schüler auf Erfahrung bauen: Für den technischen Ablauf sind Ex-Westhäkchen zuständig, die längst ihr Abitur in der Tasche haben. So kann sich das Ensemble ganz auf Text, Gestik und Mimik konzentrieren. „Diese Unterstützung ist auch deshalb wertvoll, weil es im Programm ,XY‘ rasche Szenenwechsel gibt. Da muss auch hinter der Bühne alles wie am Schnürchen klappen“, sagte Katharina Meschig. 

In einem waren sich die beiden Redaktionsbesucher auf jeden Fall einig: Im Ensemble herrscht ein positives Gruppen-Feeling, jeder hilft jedem wo er kann. Daher gibt es auch ein spezielles Ritual hinter der Bühne, um vor der Aufführung Lampenfieber abzubauen. Dass gerade die Debütanten reichlich nervös sein werden, bevor sie ins Rampenlicht treten, kann man sich gut vorstellen. Doch Alexander Seidl rät ihnen: „Genießt den Auftritt! Auf der Bühne fällt die Nervosität schnell von einem ab. Und wenn der Schlussapplaus aufbrandet, ist das der Lohn für alle Mühen und du bist nur noch glücklich!“ 

Vom 13. bis zum 17. März „gehört“ das Freizeithaus West am Berliner Platz den Häkchen. Am Montag und Dienstag haben die Ensemblemitglieder schulfrei, dann finden ganztätig Bühnenproben statt. Aber auch die Premiere von „XY“ am Mittwoch, 15. März, um 19.30 Uhr ist so etwas wie eine Generalprobe vor Publikum. Die weiteren Aufführungen sind zur gleichen Uhrzeit am Donnerstag, 16., und Freitag, 17. März. Eine zusätzliche Vorstellung geben die Westhäkchen am Mittwoch, 29. März, um 19.30 Uhr in der Lintorfer Manege. 

Neben Katharina Meschig und Alexander Seidl gehören zum aktuellen Ensemble: Lena Windisch, Cora Michels, Linus Richter, Ruben Alpmann, Anton Lenger (er ist wie Alexander Seidl zum vierten Mal dabei), Chantal Steiner, Caro Wolter und Tatjana Semkin. Die Eintrittskarten für das Freizeithaus sind zum Preis von sechs Euro (Schüler vier Euro) im Sekretariat des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums, im Kulturamt, im Reisebüro Tonnaer und bei Euronics Johann+Wittmer erhältlich. 
mp

Ratinger-Wochenblatt

Westhäkchen feiern Premiere

 
 
17. März 2017 | 00.00 Uhr

Ratingen

Ratingen: Westhäkchen feiern ihre Premiere
 

Das junge Ensemble bot anderthalb Stunden lang seine eigene, witzige Sicht auf die Welt. FOTO: A. Blazy

Ratingen. Aus dem Programm "XY" lernten die begeisterten Zuhörer unter anderem, dass Ratingen eine "Wall Street" hat. Von Monika von Kürten

WEST Gut eineinhalb Stunden erlebte ein begeistertes Publikum wortgewandten Witz - und bekam eine bunte Mischung aus Comedy, Kabarett und Show geboten. Aus jugendlicher Sicht betrachtet, brachten die Westhäkchen auf lustige und sympathische Weise Missstände, Probleme und Phänomene der heutigen Zeit in einer bunten Mischung aus Schauspiel, Musik und Fotos auf die Bühne.

Gleich zu Beginn ging es um Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Ratingen und den USA: "Wir haben zwar keinen Trump Tower, dafür aber drei Türme", wurde unter anderem erklärt. Zu sehen gab es Fotos vom Dicken Turm, dem Trinsen- und Kornsturm. Ein Foto vom Straßenschild "Wallstraße" unterstrich die Behauptung, dass es auch in Ratingen ein Finanzzentrum an der "Wallstreet" gibt.

In den weiteren Darbietungen ließen ein Patient mit Kommunikationsstörung beim Psychiater, eine Abiturprüfung in Form einer RTL-Castingshow, das neue Unterrichtsfach "Schießen" in der Grundschule, eine Wohnungskündigung durch Nachbarn, die keine Kinder mögen und vieles mehr keine Langeweile aufkommen. Die Westhäkchen machten keinen Halt vor Trump, Putin und Erdogan, und auch deutsche Politiker wurden aufs Korn genommen.

"Ich bin immer wieder beeindruckt von der Leistung der Laiendarsteller und wie aktuell sie dabei sind. Mir gefällt es, dass die Schüler selber die Themen aussuchen und umsetzen können", sagte eine begeisterte Zuschauerin, die schon lange Fan der Theatergruppe ist.

"Aber gerade neue Schauspieler zu finden ist nicht leicht, und es ist eine Herausforderung, die Schüler bei Laune zu halten. Denn das Korsett Schule wird immer enger geschnürt. Der Unterricht geht bis in den Nachmittag, es gibt für sie viele sonstige Termine. Da ist es unter Umständen schwierig, für die 'Westhäkchen' Zeit aufzubringen. Sogar heute Morgen bei der Generalprobe konnten zwei Schüler beispielsweise nicht dabei sein", sagte Heiner von Schwamen, Regisseur und Gründer der Theatergruppe.

Das Ensemble besteht aus zehn Schülern der Jahrgangsstufen neun bis zwölf. Vier von ihnen sind in diesem Jahr das erste Mal dabei. Zusätzlich wird die Gruppe von zwei Ehemaligen unterstützt, die in Gastrollen auftreten. "Bei uns herrscht ein guter Teamgeist, das haben wir in den letzten Tagen bei den intensiven Proben besonders gemerkt. Jeder hilft und motiviert jeden. Gemeinsam hatten wir auch die Themen für das Programm zusammengestellt, und überlegt, wie wir sie am besten rüberbringen können ", erklärte Cara, ein "alter Hase".

Lang anhaltender Applaus belohnte nach der gelungenen Vorstellung die Arbeit der witzigen jungen Schauspieler.

RP 17.03.2017