hcd 2019

Der sportliche Bereich war dabei wie immer sehr vielfältig aufgestellt: Neben Klassikern, wie Tischtennis, Tennis, Fußball, Fahrrad fahren und Schwimmen, wurden besondere Sportarten, wie Funktional Tabata, Strong by Zumba, Drachenbootfahren oder Parcours von Sportvereinen und lokalen Partnern angeboten.

Der Lehrer Andre Edenharter ist seit zehn Jahren im Bereich koreanische Kampfkünste und auch als Trainer aktiv und hat den 3. Dan. Außerdem trainierte er auch in Korea an der Uni und so liegt natürlich nichts näher, als auch für die DBG-Schüler Taekwondo anzubieten, die mit voller Begeisterung dabei waren.  

Lisa Nötling aus der Klasse 5a hat den Kurs „Tanzen - Hip Hop, ShowDance, Dance Hall“ besucht. Für sie war das „alles ganz neu und interessant“, sie habe viel gelernt, neue Tanzschritte und auch free style. „In meiner Freizeit mache ich Ballett und so habe ich natürlich auch hierbei viel Spaß“, berichtet Lisa begeistert.

Die ehrenamtlichen ADFC-Tourenleiter Dieter Wilke und Gerald Späth organisierten für die Schüler eine „Kleine Fahrradtour ins Grüne“. „Es standen 14 km auf dem Programm und die Tour ging mit einer altersmäßig gemischten Schülergruppe nach Angermund und auf einer anderen Strecke zurück“, so Wilke. Laut dem Tourenleiter Späth seien die Fahrräder der Schüler eher in mangelhaftem Zustand, unaufgepumpte Reifen, kein Licht und auch nicht besonders gepflegt. „Viele waren mit Hollandrädern unterwegs und wären deshalb wohl gerne etwas langsamer gefahren“, so die eher scherzhafte Bemerkung der beiden ADFC-Kursleiter.

Es gab verschiedene Kurse zu Sicherheit, wie „Erste-Hilfe“ und diverse Selbstverteidigungstechniken, zu Entspannung, wie Yoga, Wellness oder „Stark im Stress“, kreative Kurse, die die Schule verschönern, musizieren oder den ganzen „HCD19“ dokumentieren und Kurse zu Teambuilding und Aufklärungen zu verschiedenen Suchtgefahren.

Die Psychologin Frau Jordaan vom Institut für Lerngesundheit, Schwerpunkt Schulgesundheit, aus Köln war für das Thema „Stark im Stress“ zuständig. „Das Projekt wurde speziell für Schüler entwickelt - es existierte schon für Erwachsene - da Schule und Stress für viele Eltern und Schüler heute zusammen gehört und ein großer Bedarf besteht“, so die psychologische Expertin. Zu Beginn des Projektes erfuhren die Schüler, warum dieses Thema für sie als Schüler von Bedeutung ist. Anschließend wurden Übungen durchgeführt, z. B. zur progressiven Muskelentspannung und  zu Achtsamkeit. Ziel des Ganzen sei es, laut Jordaan, „den Fokus von den negativen Erfahrungen auf etwas Positives zu verschieben, um so z. B. besser schlafen zu können“.

Frau Balzer, Chemielehrerin am DBG, organisierte das Projekt „Wellnesskosmetik selbst herstellen“. Die Schüler fertigten Lipgloss und eine Handcreme an, „ alles natürlich ohne Chemie, ohne Mineralöle“, wie die engagierte Lehrerin betont.

Erlina  Ibraimi und Egzona Musliu  aus der EF waren in der evangelischen Kirche beim Projekt „Drum circle groove“. „Zu Beginn wurden Plastikkugeln verteilt“, wie Egzona berichtet, „dann wurde ein Rhythmus vorgegeben und jeder sollte diesen nach machen“. Im Anschluss daran durfte sich jeder ein Instrument aussuchen, wie Rasseln, Trommeln und Schlagscheiben. „Aus diesen Instrumenten sollte ein Orchester zusammengestellt werden, das dann ein kurzes improvisiertes Stück, basierend auf einem eigens entwickelten Rhythmus, spielt“, erzählt Erlina. Am Schluss sollten bei unterschiedlichen Rhythmen die Gefühle beschrieben werden, die der Einzelne dabei wahrnimmt. „Die Zeit verging sehr schnell und es hat Spaß gemacht“, beschreibt Egzona ihre Erfahrungen.

Aber auch das Essen durfte nicht fehlen! Verschiedene Gruppen beschäftigten sich konkret mit der Zubereitung von gesunden Speisen: von Knäckebrot bis Starkoch war alles dabei…

Zadaf Zergan aus der EF besuchte das Projekt „Vegetarisch to go“. Sie berichtet, dass sie zuerst eine kleine Einführung dazu erhielten, was vegetarisch und vegan überhaupt bedeute und welche Speisen dann gegessen werden dürfen. „Es gab kleine Kostproben und jeder konnte für sich entscheiden, was ihm besser schmeckt“, so Zadaf. Dann wurden Rezepte nachgekocht, hier Brotaufstriche mit Zutaten wie Curry, Datteln, Aprikosen und Frischkäse. „Mein Ding ist Frischkäse jetzt gar nicht, ich habe aber viel darüber gelernt, wie man so etwas selbst herstellen kann und wer weiß, vielleicht werde ich das für meine Geschwister einmal nachmachen“, resümiert Zadaf.

Organisiert wird dieser Tag jedes Jahr von einer Gruppe aus LehrerInnen, SchülerInnen und Eltern unter Leitung der Lehrerin Ellen Wolter, die seit vielen Jahren das Thema „Gesundheit“ in allen Bereichen des Schulbetriebs in den Blick nehmen. Das DBG ist daher seit 2014 Mitglied im Landesprogramm „Bildung und Gesundheit“ des Landes NRW. Ellen Wolter betont besonders die Stärkung des Zusammengehörigkeitsgefühls innerhalb der Schulgemeinschaft, die durch solch einen Tag besonders gut erreicht werden kann. „Besonders beliebt sind am Health-Care-Day Drachenboot fahren, aber auch Selbstverteidigung. Großes Interesse besteht aber auch an den Ernährungsangeboten.“

Schulleiter Uwe Florin hebt besonders die gute Zusammenarbeit hervor, die für die Planung und Durchführung eines solchen Tages unumgänglich ist. Dies alles zeige, dass am DBG eine tolle Schulgemeinschaft bestehe. „Ein großer Dank geht auch an die Nachbarschulen, die Hallen zur Verfügung gestellt haben, die Kirche, den Abenteuerspielplatz, die diesen Tag erst möglich machten, damit wir als gesunde Schule unseren Schülern wichtige Angebote machen können, die von diesen begeistert aufgenommen werden“, so der Schulleiter.