Verwendung der Spenden aus dem Charity Walk

Die Idee der SV, der Kauf eines Busses für einen sicheren Schulweg der nepalesischen Schüler, fand allgemein Anklang. Und so wurde dieser Plan jetzt tatsächlich mit den Spenden aus dem Charity Walk 2017 in die Tat umgesetzt: Die Schulkinder müssen nun nicht mehr den einstündigen Fußweg auf sich nehmen  und werden stattdessen  sicher mit dem neuen Bus zu ihrer Schule, der Motherland School Nepal, gebracht. (siehe Foto: der neue Bus, im Hintergrund die Motherland School)

Damit die nepalesischen Schüler auch einen Einblick in unsere Schule bekommen können, drehten wir einen Kurzfilm und schickten dabei persönliche Nachrichten und Wünsche mit. Der Direktor der Motherland School freute sich über unser Engagement und versprach, seinen Schülern diesen Film zu zeigen. Außerdem besuchten einige Schüler des DBG das Nepalfest 2017 in Münster, welches vom ,,Freundeskreis Nepal” organisiert wurde. Es wurde traditionelle nepalesische Musik gespielt und gesungen, es gab Kuchen, Kaffee und Spiele für die Kinder wie z.B. Sackhüpfen. Auch unsere Schule wurde dort vorgestellt. Das Highlight des Festes war die der Bericht  einer nepalesischen jungen Frau, die mithilfe der Organisation eine Ausbildung zur Krankenschwester absolvieren konnte, um nun mit ihren Kenntnissen den Menschen in Nepal zu helfen.

Der ,,Freundeskreis Nepal” besuchte uns am Tag der offenen Tür 2017, um den Spendern und Schülern mittzuteilen, wofür ihr Geld verwendet wird und allgemein über das Projekt zu informieren.

In den Winterferien 2017 fuhr ich, Nisha Gurung, DBG-Schülerin, dann mit meiner Familie nach Nepal, um dort Familienangehörige zu besuchen und mit ihnen das Neujahrsfest zu feiern. Außerdem eine perfekte Gelegenheit, die Motherland School in Kathmandu, der Hauptstadt Nepals, persönlich kennen zu lernen:

Als ich mit meiner Familie und meiner Tante an der Schule ankam, wurden wir herzlichst von dem Direktor, Bijula Shresta, und zwei weiteren Lehrern empfangen. Zur Begrüßung überreichten sie uns Obst, legten uns einen Gebetsschal um und gaben uns ihren Segen. Daraufhin wurde uns die Schule und ihre Ausstattung gezeigt. Für die dortigen Verhältnisse erschien mir dir Schule zunächst modern, was wahrscheinlich nur durch den Verein “Freundeskreis Nepal” und andere Spenden ermöglicht werden konnte. Der Direktor präsentierte uns stolz den Naturwissenschaftsraum, der gerade erst neu erbaut wurde. Für uns wäre dieser Raum renovierungsbedürftig, doch für die Schüler in Nepal ist dieser ein Privileg, ebenso wie der kleine Computerraum.

Zudem hatten wir die Möglichkeit, die Schüler der einzelnen Klassen kennenzulernen. Jedes Mal, wenn wir ein Klassenzimmer betraten, standen die Schüler sofort auf und begrüßten uns mit einem ,,Namaste”. Sie schienen äußert motiviert, diszipliniert und dankbar. Zwar waren die Schüler sehr schüchtern und redeten kaum, doch ihre Dankbarkeit war deutlich zu spüren.

Nach der Schulführung setzten wir uns alle gemeinsam mit dem Direktor und den zwei Lehrern ins kleine Lehrerzimmer, wo uns Tee und eine Kleinigkeit zu essen angeboten wurde. Der Direktor Bijula Shresta erzählte uns, dass er die Schule vor 28 Jahren gegründet hat. Neben der Motherland School (Secondary School) befindet sich dort ebenfalls eine Grundschule. Auf beiden Schulen befinden sich Schüler der Klassen 1-10. Die meisten stammen aus der niedrigen Kaste ,,Newari”, deren Volk vor allem in Kathmandu ihr Zuhause findet.

Beide Schulen teilen sich einen schönen Spielplatz, der ebenfalls vom “Freundeskreis Nepal” finanziert wurde. Die Schüler können neben Nepali Englisch lernen, was in Nepal nicht als selbstverständlich gilt. Um eine weitere Sprache zu lernen, fehlt häufig das Geld und die nötigen Lehrkräfte. Jedoch können die Schüler das Fach “Accounting” belegen, das man mit Buchhaltung vergleichen kann.

Ich fragte den Direktor auch, welches Problem als nächstes zu bewältigen sei, woraufhin er antwortete, dass vor allem sauberes Trinkwasser benötigt wird. Weitere Spendengelder könnten also für eine saubere Trinkquelle und für die Toiletten, die, wie ich selbst gesehen habe, erneuert werden sollten, genutzt werden.

Nisha Gurung

Charity Walk 2018: Die Schülerinnen und Schüler